An die Saale per Pedale – die ADFC Radtour mit Jürgen Heimbucher

An den Sommer denken wir doch gern zurück. Vor allem an die vielen Radtouren ins schöne Leipziger Umland und noch weiter hinaus. Unser Tourenleiter Jürgen Heimbucher nimmt uns im Rückblick mit auf seine 85 km lange Tour vom 13. Juli 2019.

An den Sommer denken wir doch gern zurück. Vor allem an die vielen Radtouren ins schöne Leipziger Umland und noch weiter hinaus. Unser Tourenleiter Jürgen Heimbucher nimmt uns im Rückblick mit auf seine 85 km lange Tour vom 13. Juli, die uns von der Leipziger Sachsenbrücke bis zur Saale und wieder zurück führte. Gedanklich können wir den Weg noch einmal mitfahren und uns die geschichtlichen Fakten der Sehenswürdigkeit in Erinnerung rufen. Eine tolle Tour, die sogar noch trocken endet ... noch viele weitere Touren gibt es jedes Jahr in unserem Radtourenprogramm. Also rauf auf den Sattel und los!

„Wir starten am Elsterradweg und rollen direkt über die neue Wehlitzer Brücke, weiter zum Elsterdeich, Abzweig zum Raßnitzer See, am See Richtung Wallendorf, auf Nebenwegen zum Picknick am Hirschhügel, Ausblick auf Merseburger Türme, Leuna-Spergau, Klobikauer Halde und Buna. Weiter geht es zum Strandbad Burgliebenau, in der Ortslage liegt die ehemalige Bischofsburg, optisch von außen unscheinbar, von Familie Matthias Prasse in Revitalisierung. Er, ein Kunsthistoriker mit interessanten Veröffentlichungen wie „Arkadien am Elbestrom“ hilft z. B. bei Radtouren zwischen Reppichau-Dessau-Wörlitz-Wittenberg-Jessen-Pretzsch, sie ist Verlegerin.

Weiter geht es auf dem Goseweg zwischen Seen der Braunkohlen- und Kiesgruben, einem heutigen Vogelschutzgebiet, nach Löpitz mit Schloss und Restaurant und dann nach Lössen. An der Keramik-Töpferei über die Luppe Richtung Meuschau mit Skyline der Königpfalz, über den Mittelkanal und an der Meuschauer Schleuse zur Neumarktkirche „St. Thomae“, mit der in Mitteldeutschland einmaliger Knotensäule am Hauptportal. Über die Saalebrücke auf den Saaleradweg Richtung Schkopau bis Weinberg, Unter- und Oberaltenburg mit Petrikloster und Wasserkunst. Domviertel mit Orangerie, Schlosspark von Linne geplant, u. a. Reiterstandbild König FW III und Büste F. Kleist von Nollendorf.

Vorbei am Ständehaus der Provinzialverwaltung der preußischen Provinz Sachsen, nach dem Wiener Kongress mit den Regierungsbezirken Erfurt, Merseburg und Magdeburg. Die vier Stände entsprachen zumindest bis zur Märzrevolution mittelalterlichen Strukturen. Heute wird das Ständehaus als Kultur- und Kongresszentrum genutzt. Weiter zur Rabenvoliere zur Sage und dem Schloss der Spätrenaissance des Thilo von Trotha. Das Schloss Merseburg ist ausgestattet mit Wendeltreppe, Erker etc., im Barock zur Residenz des Herzogs Christian ausgebaut, sowie einem Dom mit Ladegastorgel, Krypta, Kreuzgang, Kapitelhaus und teurem Zutritt. Wir müssen sowieso weiter.

Am „Krummen Tor“ mit Willi-Sitte-Galerie zum Entenplan mit Bernd-Göbel-Brunne, Markt mit spätgotischem Ratskeller und Ölgrube, einem ehemaligen Studentenkeller. Auf dem Saaleradweg weiter nach Leuna, Gräberfeld im OT Rössen ist Namensgeber der „Rössener Kultur“ der Jungsteinzeit 4790 bis 4550 v. Chr. von Nord-Frankreich bis zur Nordschweiz. Bad Dürrenberg mit Bohrtürmen (Borlachturm ist Wahrzeichen der Stadt) und mit dem 637,4 m längstem Gradierwerk in Deutschland. Es folgt eine kleine Eispause am Kurcafé. Weiter geht es Richtung Bahnhof und in die Richard-Wagner-Straße nach Schladebach, mit kurzem Stop an einer historischen Bohrstelle. Wir überqueren den Floßgraben, dazu wird ein Rundweg von Kötzschau entwickelt, durch Schladebach und Kötzschau gelangen wir nach Altranstädt. So langsam rückt Markranstädt näher. Von dort geht es individuell am Kulkwitzer See wieder nach Hause. Wider Erwarten gab es überwiegend Sonne und erst nach sicherer Ankunft in Leipzig Starkregen.“

Text & Fotos: Jürgen Heimbucher

zuletzt aktualisiert: 27.11.2019 - 10:42

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