Lila Pfosten dürfen alles

Seit ein paar Tagen sorgt eine Baustelle in der Brandenburger Straße für Irritationen, Wut und Heiterkeit. Hier mal eine kleine Dokumentation, wie sich eine Baustelle innerhalb einer Woche entwickeln kann. Von AJ
Donnerstag, 16. November 2017: Ein Hilfeschrei. Der Pfeiler steht und steht und steht.

Aufmerksam geworden bin ich auf die Baustelle am Montag. In einer Facebookgruppe wurde ein Bild von einem lila Pfosten mitten auf dem Radweg auf Höhe Hans-Poeche-Straße gepostet.

Eine Anfrage im Amt ergab, dass dieser Pfeiler definitiv so nicht genehmigt worden ist. Was macht man also? Richtig, eine Absperrung aufstellen. Wer das gemacht hat, ist allerdings noch unklar.

Wenn die Radfahrenden nicht mehr auf dem Radweg fahren können, zuvor aber ein Radweg vorhanden war, so muss also auch eine Regelung für den Radverkehr getroffen werden. Also wurde dann am Mittwoch eine Benutzungspflicht angeordnet - nur dumm, dass in diesem Abschnitt sonst keine Benutzungspflicht für den Radweg besteht. Theoretisch müssten die Radfahrenden dann allerdings ab dem Schild auf dem nun gemeinsamen Geh-/Radweg fahren. Verwirrung.

Die Standhaftigkeit des Pfeilers führt zur Verzweiflung.

Und wer nun dachte, das wär es schon gewesen, darf sich nun auf die Zwillingsschwester (oder ist es der häßliche Cousin) freuen. Nur wenige Meter weiter, steht doch glatt noch so ein Pfosten auf dem Radweg.

Und wer sich an den Pfosten vorbeigemogelt hat, darf sich dann auf eine Vollsperrung des Geh- und Radweges freuen. Besser ist es wohl, man meidet die Brandenburger Straße bis auf Weiteres gänzlich.

zuletzt aktualisiert: 12.12.2017 - 12:31
Baustelle, Radverkehrsförderung, Radweg

Disclaimer

Die im Seitenbereich "Blog" veröffentlichten Inhalte entsprechen nicht zwingend der Meinung des ADFC Leipzig e.V., vielmehr spiegeln sie die persönlichen Eindrücke und Gedanken einiger Aktiver des Vereins wieder.