Mittwoch, 6. Juni 2018 - 19:18

In der Inneren Jahnallee muss sicherer Radverkehr ermöglicht werden

Leipzig, 1.6.2018. Die aktuellen Vorschläge aus dem Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt Leipzig zur geplanten Verkehrsorganisation in der inneren Jahnallee gehen nicht weit genug.


Tempo 30 ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, löst aber das Problem nur unzureichend, denn die meisten Unfälle in der Inneren Jahnallee entstehen, weil dort geparkt wird.

„Es ist unverständlich, dass die Sicherheit und körperliche Unversehrtheit der vielen Radfahrenden in der Jahnallee parkenden Autos untergeordnet werden sollen. Auch bei Tempo 30 wird es zu gefährlichen Überholmanövern oder dem ‘Dooring‘, dem plötzlichen Öffnen von Autotüren vor herannahenden Radfahrenden, kommen. Fehlverhalten, das letztlich oft die schwächeren Verkehrsteilnehmer mit schweren Verletzungen oder gar tödlichen Folgen zu tragen haben. Es ist ein Armutszeugnis städtischer Verkehrspolitik, dem tatsächlich nachhaltigsten Verkehrsträger in der Stadt, dem Radverkehr, solche Opfer abzuverlangen“, stellt Dr. Christoph Waack, Vorsitzender des ADFC Leipzig, fest.

Die Sicherheit für Radfahrende, zu Fußgehende und auch den Kfz-Verkehr in der Inneren Jahnallee ist nachweislich nicht gegeben. Auch die Verkehrsunfallkommission stellt fest, dass der beengte Verkehrsraum in der Jahnallee den unterschiedlichen Anforderungen nicht gerecht werden kann.

In die Jahnallee gehören sichere Radverkehrsanlagen, damit die zunehmende Zahl von Leipzigern, die auf umweltfreundlichen Verkehrsmitteln zügig, sicher und bequem durch die Stadt kommen wollen, nicht unter die Räder geraten.

Wir unterstützen daher den Aufruf zu einer Petition unter:
https://www.openpetition.de/petition/online/radverkehrsanlagen-in-der-inneren-jahnallee-leipzig


Für Rückfragen:
Dr. Christoph Waack, Vorsitzender

Auf Grund der parkenden PKW kommt es in der inneren Jahnallee immer wieder zu Konflikten zwischen Straßenbahn, PKW und Radfahrenden.

Anhang

pm_20180601_jahnallee.pdf (61.1 KB)