Geplante Unterführung am Equipagenweg

Nutzungskonflikte bei der Planung vermeiden

Aktuell laufen die Planungen für die Eisenbahnüberführung am Equipagenweg. Dieser neuralgische Punkt zwischen der Neuen Linie und dem Cospudener See soll durch einen Trog unter den Gleisen für den Rad- und Fußverkehr entschärft werden.

Der ADFC Leipzig begrüßt eine Neugestaltung des von Radfahrenden und Fußgängern  intensiv genutzten Bahnübergangs am Equipagenweg. Das vorgesehene Tunnelbauwerk entspricht jedoch nicht den Anforderungen an eine sichere Gestaltung und zukunftsfähigen Linienführung der Anlage. Schon jetzt nutzen täglich bis zu 10.000 Radfahrende und sehr viele Fußgänger den Bahnübergang auf dem Weg zwischen der Stadt Leipzig und Markleeberg bzw. den Freizeitanlagen am Cospudener See. Dafür soll in einem Tunnel ein erheblich verschwenkter, mit einem starken Gefälle bzw. entsprechender Steigung versehener, nur drei Meter breiter Zweirichtungsradweg mit einem daneben verlaufenden lediglich 1,8 m breiten Fußweg ausreichen. 

Im aktuell laufenden Planfeststellungsverfahren werden damit amtliche Zielstellungen für eine angemessene Dimensionierung von Rad- und Fußwegen sprichwörtlich untergraben.

In dem für Radfahrende deutlich schwieriger zu befahrenen Abschnitt des Trogwerkes ist die vorgesehene Breite von 3 m für den Radverkehr im Zweirichtungsverkehr nicht ausreichend. Wegen der hohen Belegungszahlen von Radfahrenden sollte zudem im gleichen Verfahren aus Sicherheitsgründen im ebenerdigen Straßenabschnitt des Equipagenweges eine Fahrradstraße eingerichtet werden. Der bisherige Verlauf des Abwägungsprozesses kann die erheblichen Sicherheitsdefizite aus Sicht des ADFC Leipzig nicht beheben.  Der ADFC Leipzig hatte bereits eine erste Stellungnahme am 6.2.2016 in den Planungsprozess eingebracht, die aber keine Berücksichtigung fand.

Die Festlegung der Breiten im bestehenden Planwerk beruht auf nicht sachgerechten Abwägungskriterien. Wir sehen schon jetzt, dass es insbesondere durch das Gefälle, aber auch durch die bislang geplante zweifache Kreuzung von Rad- und Fußverkehr im Bereich der Ein- und Ausfahrten des Tunnels zu vielen Konflikten kommen wird. Neben Kindern auf kleinen Rädern wird die Unterführung auch von Rennrädern, Lastenrädern und Rädern mit Anhängern genutzt. Den Gefahren dieser Gemengelage muss auch mit Blick auf den Schutz der Fußgänger mit einer entsprechenden Breite des Tunnelbauwerks begegnet werden.

Der ADFC Leipzig hat nun einen eigenen Vorschlag in den Prozess eingebracht, der wesentlich konfliktärmere Führungsformen für den Rad- und Fußverkehr vorsieht.

Die Stellungnahme des ADFC in voller Länge kann 

nachgelesen werden.

26.01.2017 - 11:08

Weitere Neuigkeiten

Start in die Ausflugssaison
03.04.2019 | „Genießt das Radfahren und vergesst nicht den Spaß dabei", sagt Robert Strehler, Vorsitzender des ADFC Leipzig. In den Händen hält er das druckfrische Tourenprogramm, das auf 44 Seiten über 80 Ausflüge, Aktionen und Infotouren des ADFC Leipzig und seiner Partner enthält.
Vom Regal direkt zum Kühlschrank
23.03.2019 | ADFC, Netz kleiner Werkstätten, Stiftung Bürger für Leipzig, teilAuto und Stiftung „Ecken wecken“ möchten eine große Anzahl an Mobilitätskomponenten zu einem sehr günstigen Preis - ca. 1/2 Ladenpreis - beschaffen, um sie an LeipzigerInnen für ihren Einkauf weiterzugeben.
Stark verbesserungsbedürftig
21.03.2019 | Die Haltestelle Goerdelerring soll nach den Plänen der LVB im Jahr 2020 umgebaut werden. Nach aktuellem Planungsstand werden keine Maßnahmen ergriffen, um die Massenunfallhäufungsstelle zu entschärfen und die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen.
Radverbindung von Lindenau zum Hauptbahnhof
21.03.2019 | In den letzten Jahren hat die Zahl der Radfahrenden auf der Radverkehrsverbindung von Lindenau bis zum Hauptbahnhof spürbar zugenommen und immer stärker artikuliert sich der Bedarf nach einer zügigen, sicheren, durchgängigen und komfortablen Radverkehrsführung.
Freiladebahnhof Eutritzsch
12.03.2019 | Am 13.03. entscheidet die Ratsversammlung über den Masterplan Eutritzscher Freiladebahnhof. Der ADFC Leipzig begrüßt das Konzept des autoarmen Quartiers und den Änderungsantrag für einen baulich getrennten Radweg entlang der Bahntrasse.