Fridays for Future

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Mit einem Anteil von ca. 18 % am jährlichen Kohlenstoffdioxidausstoß ist der Verkehr drittgrößter Emittent in Deutschland. Dabei verursacht allein der PKW-Verkehr mit ca. 60 % den Großteil dieser Emissionen.

Zur Petition

https://weact.campact.de/petitions/fahrradforfuture-leipzigs-radverkehr-...

Wir fordern:

1. Sichere Anfahrtswege und Abstellmöglichkeiten vor allen Schulen und Kitas

Um es Schüler*innen und Kindern zu ermöglichen, tägliche Wege auf dem Fahrrad zurückzulegen, fordern wir sichere Fahrradwege zu allen Schulen und Kindertagesstätten, Zonen mit niedrigerer reduzierter Geschwindigkeit vor allen Leipziger Schulen und Kitas und stärkere Kontrollen des Halteverbots im Eingangsbereich der Schulen und Kitas.

An Schulen und Kindertagesstätten sind in ausreichender Zahl diebstahlsichere Abstellmöglichkeiten zu schaffen.

2. Radverkehrsnetz im gesamten Stadtgebiet

Ein ununterbrochenes Radverkehrsnetz in der Stadt muss es Radfahrer*innen ermöglichen, sich stetig und sicher im gesamten Stadtgebiet fortzubewegen.

Dieses Radnetz:
- ist vorrangig nicht in Nebenstraßen zu verlegen, sondern auf den von Radfahrer*innen bereits gut angenommene Routen auszubauen.
- wird durch Fahrradschnellstraßen gestützt.
- muss bei Bedarf schneller saniert und im Winter geräumt werden.

Für den Ausbau des Radverkehrsnetz ist der Wegfall von Parkplätzen und Autospuren hinzunehmen.

Der Antrag des Jugendparlaments, die Karl-Liebknecht-Straße zu einer Fahrradstraße umzuwidmen, soll umgesetzt werden.

3. Stadtweiter Sicherheitsstandard

Damit sich alle Radfahrenden und insbesondere Kinder, ältere Menschen sowie Menschen mit Beeinträchtigungen ungefährdet fortbewegen können, brauchen wir einen höheren Sicherheitsstandard.

Dieser beinhaltet unter anderem:
- Konsequente Durchsetzung des Halte- und Parkverbots auf Radwegen (vgl. 4.)
- Angepasste Ampelschaltungen
- Geschützte Radwege (Protected Bikelanes)
- Freihalten von Radwegen

Das Ordnungsamt muss das Halte- und Parkverbot auf Rad- und Fußwegen konsequenter durchsetzen. Dies schließt in Fällen, wo parkende Autos Fahrradwege in ganzer Breite blockieren, ausdrücklich auch Abschleppmaßnahmen ein.

Damit betroffene Radfahrende gefährlich zugeparkte Stellen schnell und einfach melden können, sollte auch das Ordnungstelefon der Stadt Leipzig vermehrt öffentlich beworben werden.

4. Entschlossenes Vorgehen gegen Fahrraddiebstahl

Der massive Fahrraddiebstahl in Leipzig muss durch verschiedene Maßnahmen eingedämmt werden.

Hierzu sind Fahrradstationen an Hauptverkehrspunkten, u.a. dem Hauptbahnhof, einzurichten. Abstell- und Anschließmöglichkeiten für Fahrräder, wie die „Leipziger Bügel“, sind im gesamten Stadtgebiet nach Bedarf zu schaffen.

5. Erhöhung des Budgets für Radverkehr

Die Stadt soll das Budget für den Radverkehr auf mindestens 20 € pro Einwohner*in und Jahr bis 2030 erhöhen.

Diese Forderung orientiert sich an einer Empfehlung des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) für Kommunen aus dem Jahr 2014. Dies entspräche mit 12 Mio. € gerade einmal 0,6 % des Leipziger Haushalts von 2020.

2017 hat Leipzig nur 5,97 € pro Einwohner*in und Jahr in den Radverkehr investiert, im Vergleich dazu investiert Kopenhagen 36 € und Groningen sogar 85 € pro Einwohner*in und Jahr.

6. Personalaufstockung für bessere Radverkehrsplanung

Die Anzahl der Radverkehrsbeauftragten in der Verwaltung soll auf eine*n pro 100000 Bürger*innen erhöht werden.

7. Erfahrungsaustausch mit anderen Städten

Die Stadt Leipzig soll in einen Erfahrungsaustausch mit Best-Practice-Städten, wie Kopenhagen und Groningen treten und sich an deren Maßnahmen orientieren.

Auch mit Städten die hohe Aufklärungsquoten bei Fahrraddiebstählen vorweisen, soll ein Erfahrungsaustausch stattfinden, z. B. Magdeburg.

27.05.2019 - 23:23

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