Freiladebahnhof Eutritzsch

Radschnellverbindung berücksichtigen

Am 13.03. entscheidet die Ratsversammlung über den Masterplan Eutritzscher Freiladebahnhof. Der ADFC Leipzig begrüßt das Konzept des autoarmen Quartiers und den Änderungsantrag für einen baulich getrennten Radweg entlang der Bahntrasse.

Für den Radschnellweg Leipzig-Halle entlang des Bahnbogens Gohlis ist dieser Abschnitt entscheidend. Langjährige Beschlüsse sehen dort eine hochwertige Radverkehrsverbindung vor und müssen nun auch umgesetzt werden.

Eine Radschnellverbindung stellt für den Alltagsradverkehr eine attraktive, sichere und direkte Verbindung ohne Zeitverluste durch Kreuzungen in die Innenstadt dar. Mit der Bebauung des Eutritzscher Freiladebahnhofs bietet sich die einmalige Gelegenheit ein wichtiges Teilstück der Radschnellverbindung in Richtung Halle von Beginn an mit zu bauen. Hierdurch können attraktive Mobilitätsalternativen für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort angeboten werden.

Der ADFC Leipzig favorisiert eine direkte, umwegfreie und kreuzungsfreie Radschnellverbindung parallel zur S-Bahn, die vom Leipziger Hauptbahnhof durch Gohlis und Wahren bis nach Lützschena, Schkeuditz und weiter verläuft. Diese kann entscheidend dazu beitragen, die verkehrspolitischen Ziele der Stadt zu erreichen.

Pendlerinnen und Pendler aus dem Stadtgebiet und dem Umland profitieren vom Angebot einer umwegfreien und komfortablen Radverkehrsverbindung in das Stadtzentrum. Dazu muss bei der Neubebauung des Eutritzscher Freiladebahnhofs der Raum für eine solche hochwertige Radinfrastruktur mitgedacht und freigehalten werden.

Bestehende Pläne für Radschnellweg bereits seit 2012

2012 hat sich der Stadtrat im Radverkehrsentwicklungsplan (2010-2020) bereits für den Bahnbogen Gohlis, direkt neben den Gleisen ausgesprochen. Die Trasse am östlichen Rand des Plangebiets wurde im städtebaulichen Vertrag mit dem Investor als übergeordnete Hauptradroute festgeschrieben. Zusätzliche Bedeutung erhält diese Trasse durch die Studie der Radschnellwegkommission des Freistaates Sachsen, die ein großes Potential auf dem Korridor Leipzig - Halle (Saale) identifiziert hat. Eine umfassende Machbarkeitsstudie für die Metropolregion Mitteldeutschland ist gerade in Arbeit und soll bis Juni 2019 vorliegen und entsprechende Trassenpotenziale und Trassenführungen detailliert untersuchen.

Verfügbare Flächen sind auch in einem komplett neuen Quartier kostbar. Sollte daher nach gründlicher Abwägung ein gesondert geführter Radweg nicht möglich sein, ist aus Sicht des ADFC eine Fahrradstraße, die den technischen Regelwerken für Radschnellverbindungen entspricht, am Ostrand des Geländes eine weitere denkbare Lösung. Der ADFC Leipzig spricht sich unabhängig von der letztendlich gewählten Führungsform für eine leistungsfähige, geradlinige Trasse aus, die sinnvoll und kreuzungsfrei nach Norden und Süden verlängert werden kann und einen deutlichen Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen auf ihren Wegen mit dem Fahrrad durch die Stadt bietet.

12.03.2019 - 2:51

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