Planung zum Umbau der Könneritzstraße hat noch Mängel

Schutzstreifen zu schmal

Die Kö bekommt ein neues Gesicht. Ab 2015 soll die Könneritzstraße zwischen Holbeinstraße und Oeserstraße umgebaut werden. Der ADFC hat zur vorgelegten Planung eine Stellungnahme verfasst.

Der ADFC begrüßt, dass die Könneritzstraße 2015 saniert und modernisiert werden soll. Der Straßenzustand ist schon länger für ein angenehmes Radfahren nicht geeignet.

Breitere Schutzstreifen notwendig

Die geplanten Schutzstreifen im Nordabschnitt sind mit 1,25 m sehr schmal. Regelkonform wären 1,50 m, um den Radfahrenden ausreichend Bewegungsraum zur Verfügung zu stellen.

Dr. Christoph Waack, Vorsitzender des ADFC dazu: „Es ist richtig, dass die Gehwege in der Könneritzstraße in ihrer heutigen Breite erhalten werden. Im Gegenzug müssen sich Rad-, Straßenbahn- und Kfz-Verkehr besser miteinander arrangieren. Schutzstreifen erhöhen die Erkennbarkeit und damit die Sicherheit des Radverkehrs im Straßenraum und sind eine gute Lösung für die Könneritzstraße..“

Verkehrsberuhigung und Sicherheit

Die Nebenstraßen sind planerisch noch mit überdimensionierten Zufahrten versehen, so dass die Sicherheit des Fuß- und Radverkehrs gefährdet ist. Besonders problematisch ist die Einbindung der Schnorrstraße gestaltet. Eine rechtwinklige Zufahrt durch eine Gestaltung mit Gehwegnasen würde die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger erhöhen.

Perspektivisch wird die Schnorrstraße sicherlich wieder in eine Wohngebietsstraße überführt. Der ADFC plädiert deshalb dafür, bereits jetzt die baulichen Voraussetzungen dafür zu schaffen,“ zeigt sich Dr. Christoph Waack optimistisch. Kritisch betrachtet der ADFC auch die Planung der Kreuzung Industriestraße. Die östliche Industriestraße ist eine durchlässige Sackgasse in Richtung Auwald, welche im Radverkehrsentwicklungsplan als „Prüfauftrag Fahrradstraße“ versehen ist. Die Planung berücksichtigt die mögliche Umwidmung nicht.

Insgesamt können mit der Umgestaltung der Könneritzstraße wichtige Impulse zur Lösung der Parkplatzproblematik in Schleußig gegeben werden. Hierzu müsste jedoch der Nahverkehrsplan konsequent umgesetzt werden und die Haltestellenabstände verringert werden. Mit einer zusätzlichen Haltestelle auf Höhe Schnorrstraße könnte auch das westliche Wohngebiet von Schleußig besser mit dem ÖPNV erschlossen werden.

Dr. Christoph Waack abschließend: „Die Planung hat aus Sicht der vom Stadtrat selbst verabschiedeten städtebaulichen Zielsetzungen zwar noch Mängel, die aber durch relativ geringfügige Änderungen noch behoben werden können.“

Zur Stellungnahme geht es

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Die Planungsunterlagen gibt es

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Ansprechpartner:

Alexander John

13.03.2014 - 20:16

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